Händelstraßenblues

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Erzählungen von Frank Grützbach und Peter Meisenberg

Emons-Verlag 2000

Der Kölner Händelstraße haben die Drehbuchschreiber und Krimiautoren Frank Grützbach und Peter Meisenberg ein fesselndes und faszinierendes Porträt gewidmet: Sie erzählen lose miteinander verknüpfte Geschichten der halb realen, halb fiktiven Bewohner. Stammgäste in den Lokalen, Verkäuferinnen, Kellnerinnen. Mal tauchen sie als Helden der Geschichten auf, wie der neunjährige Anthony, der einen rätselhaften Diamantring mit sich herumschleppt, oder wie Mike, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein vor dem Cafe Central dauergeparktes Fahrrad zu befreien – ohne zu wissen, daß es als geheimes Versteck dient. Mal berichten die Geschichten von Dritten und offenbaren dabei viel über die Erzählenden, wie etwa über Hillimaus, die am Schnaps hängt und die ihr Schicksal in einem Stadtstreicher gespiegelt sieht.

‚Händelstrassenblues‘ bietet einen literarischen Blick auf und in modernes Großstadtleben, der das Repertoire der Erzähltechniken zwischen Dokumentation und Fiktion, zwischen Beobachtung, Dialog und innerem Monolog ausschöpft.

Auf der Grundlage des Textes produzierte der Südwestrundfunk ein 78-minütiges Hörspiel mit der Musik der Kölner Saxophon Mafia. Die CD liegt dem Buch bei.