Das Ende des Journalismus?

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Sollte ausgerechnet der auf brutales Sanieren spezialisierte Finanzinvestor KKR einen Sinn für Ironie haben? Anders ist kaum zu erklären, warum er seine Tochterfirma, die jetzt für fast anderthalb Milliarden Euro beim Springer-Konzern einsteigt, Traviata nannte? Bekanntlich ist das der Name … Weiter

Wohnungsnot bei den Hohenzollern

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Er brauche kein Schloss, um sich zu definieren, sagte Georg Friedrich Prinz zu Preußen vor 14 Jahren der Zeitschrift „Cicero“. Ihm sei wichtig, behauptete er treuherzig, dass seine Familie als Institution wahrgenommen werde. Und das ginge auch, wenn er „mit … Weiter

Preußens Gloria

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Einer der ersten Vorschläge der neuen Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer war, dass es mehr öffentliche Gelöbnisse der Bundeswehr geben solle. Zu dem, was man dem 1813 verstorbenen preußischen Heeresreformer Gerhard von Scharnhorst als Verdienst anrechnet, gehört, dass er das Adelsprivileg für … Weiter

Die Kognitive Dissonanz

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Am 21. Dezember 1954 war es mal wieder Zeit für einen Weltuntergang. Die Mitglieder einer Sekte im US-Bundesstaat Wisconsin jedenfalls waren davon überzeugt, eine Sintflut würde an diesem Tag alles Leben auf der Erde vernichten. Als der 21. Dezember vorüber … Weiter

Nichts dazugelernt

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„Dunkel erinnere ich mich, dass wir als Siebenjährige irgendein Lied von der ‚fröhlichen, seligen Kinderzeit’ auswendig lernen mussten“, schrieb Stefan Zweig in seinem autobiographischen Buch „Die Welt von gestern“ über die Schule im 19. Jahrhundert. Und fährt fort: „Ich kann … Weiter

Magische Objekte

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Der Chefdesigner von Apple, Jonathan Ive, hat gekündigt. Er habe sich, heißt es, darin verrannt, nur noch magische Objekte zu kreieren. In seinen 1957 erschienen „Mythen des Alltags“ schrieb Roland Barthes über den „neuen Citroen“, er glaube, dass das Auto … Weiter

Zwei Juden, drei Meinungen

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Die Redewendung „zwei Juden, drei Meinungen“ mag von manchen Menschen in antisemitischer Absicht verwendet werden. Sie charakterisiert allerdings nichts weiter als die talmudische Denktradition, wonach die Thora nicht als einmalige, wörtlich auszulegende Offenbarung, sondern als ein göttlich inspirierter Prozess zu … Weiter

Worte und Taten

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„Worte und Taten“ überschrieb im April 1920 Kurt Tucholsky ein Gedicht, das er als Theobald Tiger in der „Weltbühne“ veröffentlichte. Darin warf er den Regierungen der jungen Weimarer Republik vor, auf ihre Worte keine Taten folgen zu lassen. „Man werde … Weiter

Verbieten verboten

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Jetzt ist es so weit! Selbst im Freien darf man nicht mehr rauchen. Wenigstens nicht mehr in Paris. Seit dem Pfingstwochenende ist in 52 öffentlichen Pariser Parks das Rauchen verboten. – Wasser auf die Mühlen des Wiener Philosophen Robert Pfaller, … Weiter

Gesetze und Würste

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„Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.“ Dieser Ausspruch wird gerne dem Reichskanzler Otto von Bismarck untergeschoben, obwohl er ihn nie tat. Dennoch passt er zu ihm und seinem Verständnis von … Weiter